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Origin Trip: Brasilien
Kurz nach der Ernte ist das Bereisen der Ursprungsländer besonders spannend. In diesem Jahr hat sich Ivo auf den Weg durch die idyllischen Kaffeefarmen im Hochland Brasiliens gemacht und jeden Tag an endlosen Cuppings teilgenommen.
Die Kaffeeernte in Brasilien neigt sich im September dem Ende zu und besonders dann ist es für uns Röster Rohkaffee-Importeure besonders spannend die Farmen zu besuchen um die vielen frisch geernteten Kaffees zu verkosten. Ähnlich wie beim Weinanbau ist jede Ernte unterschiedlich. Die saisonalen, klimatischen Bedingungen und Witterungsverhältnisse nehmen Einfluss auf die Qualität der angebauten Kaffees und wirken sich auch auf den Geschmack des Kaffees aus. Der gleiche Kaffee kann also jedes Jahr verschiedenartig schmecken und hat einen eigenen Charakter.
Brasilien ist eines der weltweit wichtigsten Erzeugerländer für Rohkaffee. Hier sind einige der größten Kaffeefarmen der Welt und zugleich viele ursprüngliche Arabica Varietäten wie Yellow Bourbon, Caturra oder Catuai beheimatet. Das Exportvolumen hat 2018 einen beeindruckenden Wert von 51.500 Kaffeesäcken á 60 kg erreicht. Eine Menge Kaffee die in die ganze Welt verschifft wird. Zum Vergleich: In Äthiopien waren es letztes Jahr 7.650 Säcke. Doch trotz des großen industriellen Anteils in der brasilianischen Kaffeeproduktion gibt es in manchen Anbauregionen seit Jahren einen großen Anteil von Kaffeebauern die sich auf den Anbau hochwertiger Spezialitätenkaffees spezialisiert haben. Eine dieser Regionen ist Minas Gerais.
Zu Besuch in der Region Poco de Caldas in Süd-Minas, die zum größten Anbaugebiet des Landes Minas Gerais zählt. Rund 50% der jährlichen Kaffeeernte stammen aus dieser Region. In Minas Gerais werden allerdings auch einige der am besten bewerteten Kaffees des Landes zu produziert. Die Landschaft ist geprägt von kleineren und größeren Kaffeefarmen zwischen 10 und 100 Hektar Anbaufläche. Süd-Minas liegt überwiegend auf einer Anbauhöhe von knapp 1.000 Metern und die Durchschnittstemperaturen liegen bei 22 °C. Die meisten Kaffees werden in Brasilien übrigens inzwischen pulped-natural aufbereitet, eine Entwicklung die seit den frühen 90er Jahren der Qualität der produzierten Kaffees gut getan hat.
Neben der leckeren kulinarischen Erfahrung, die aus der herzlichen Gastfreundlichkeit der oftmals familiären Bauernbetriebe resultierte, wurden auch hier täglich mindestens 50 verschiedene Kaffees verkostet. Zwischendurch gab es immer wieder die Gelegenheit mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und die Schönheit der Natur zu genießen.
Weiter ging es von Poco de Caldas gen Süden nach Carmo de Minas. Der Ort ist Teil der Mikro-Region Serra da Mantiqueira in Süd-Minas. Das Gebiet liegt auf einer Höhe von 900-1.500 Metern und ist geprägt von kleineren Kaffeefarmen die sich im Zusammenschluss auf wichtige Qualitätsgrundsätze für den Anbau geeinigt und schließlich mit der Gründung eines eignen Herkunftssiegels einen Namen gemacht haben. Auch hier wurden wieder zahlreiche Kaffees verkostet. Cuppings über Cuppings folgten.
Schließlich ging die Woche auch wieder vorüber und wir haben uns zurück in Richtung São Paulo gemacht. Die Reise durch das Hochland von Süd-Minas war aufregend und man hat einen guten Einblick in die Arbeit der in Minas Gerais arbeitenden Kaffeefarmer erhalten. Unzählbare Kaffees wurden verkostet. Und schließlich habe ich zwei Schätze entdeckt. Boa Vista aus der Farmer-Gemeinschaft Carmo Coffees in Carmo de Minas wird bald als Filterkaffee Spezialität bei uns verfügbar sein und Serra Negra aus Poco de Caldas wird als größerer Trusted Trade Kontrakt im Sinfonia Espresso und als Brazil Espresso in unser Sortiment eingeführt.
written by
Ivo Weller
Ivo ist Gründer von Röststätte Berlin und leitet die Rösterei. Ursprünglich aus dem Hotelfach kommend machte er als einer der ersten Coffee Professionals in Deutschland die Ausbildung zum Chef-Diplom Kaffeesommelier in Wien und fasste den Entschluss das Kaffeerösten als Handwerk zu lernen. In unserem Blog berichtet er über aktuelle Kaffee-Themen und Entwicklungen.
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