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7 Tipps für leckeren Kaffee aus dem Vollautomaten

Der perfekte Kaffee auf Knopfdruck – das versprechen Kaffee-Vollautomaten. Doch was gilt es dabei zu beachten? Wir verraten sieben Tipps für leckeren Kaffee aus dem Vollautomaten – von der Wahl der richtigen Bohne bis zur Reinigung.
Ob einfacher Espresso, Cappuccino oder gar ein Flat White – mit einem Kaffeevollautomaten bekommst du deinen Lieblingskaffee ganz einfach per Knopfdruck. So zumindest versprechen es die Hersteller der Geräte. Doch im Alltag stellt sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, den persönlichen Lieblingskaffee zuzubereiten. Von Mahlgrad, über die optimale Wassermenge bis zur Temperatur – es kann bei den Einstellungen an vielen Schrauben gedreht werden. Worauf du beim Kaffee für Vollautomaten achten musst, verraten wir dir in unserem Überblick.

Tipp 1: Welcher Kaffee ist für Vollautomaten geeignet?

Wir empfehlen ausschließlich Spezialitätenkaffee. Das sind kurz gesagt die Top 20 Prozent der gerösteten Kaffees weltweit, die in einem Punktesystem der Specialty Coffee Association (SCA) – einem weltweit aktivem Verein von Coffee Professionals, als besonders hochwertig bewertet werden. Was Spezialitätenkaffee auszeichnet, vom Anbau bis zur Röstung, erfahrt Ihr hier.

Die richtige Kaffeebohne

Was trinkst Du lieber? Espresso oder vielleicht doch "Kaffee Creme"? Da viele Vollautomaten nur über einen Bohnenbehälter verfügen, ist das die entscheidende Frage. Denn dann steht nur eine Kaffeebohne für Kaffee Creme oder einem Espresso zur Verfügung. Das ist durchaus eine Herausforderung, denn bei einem handelsüblichen Kaffee-Vollautomaten kann nur bedingt auf die Extraktion eingegangen werden. Meistens ist es nicht möglich den Mahlgrad fein genug einzustellen und der Espresso läuft beim Automaten recht schnell durch. Für den Vollautomaten eignen sich gut ausgewogene, säurearme Espressobohnen, die nicht zu hell geröstet sind. Aufgrund der Bekömmlichkeit empfehlen wir darüber hinaus ausschließlich Arabica-Kaffee.

Wir haben die Sorte Capital für den Vollautomaten entwickelt. Eine ausgewogene, aber zugleich kräftigere Röstung, perfekt für die Zubereitung von allen Kaffeespezialitäten mit einem Vollautomaten. Egal ob Espresso, Kaffee-Milchgetränk oder Kaffee Creme. Capital entfaltet ein schokoladiges Aroma und dank des Anteils von einem Arabica Kaffee aus Indien mit vollmundiger, satter Crema.

Du bist dir noch unsicher, welcher Kaffee der richtige für dich ist? Dann versuch doch am besten unser Vollautomaten-Probierset . Darin enthalten sind die drei Sorten Sinfonia, Capital und Santiago.

Die Röstung

Die Kaffeebohnen sollten schonend von Hand geröstet sein. Am besten im handwerklichen Trommelröstverfahren. Dabei werden die Kaffeebohnen bei Röststätte bei maximal 220 Grad über 8 bis 18 Minuten geröstet. Im Gegenteil dazu werden Supermarkt-Kaffees meist zu schnell und zu heiß geröstet (bei über 500 Grad), weswegen sie oft ähnlich und vorwiegend röstig bis hin zu verbrannt schmecken.

Der Vorteil der handwerklichen Langzeitröstung: Der Kaffee enthält weniger Säure, ist bekömmlicher und meist milder im Geschmack – zudem entfaltet er sein Aroma besser. Übrigens: Kaffee enthält viele verschiedene Aromakomponenten – und kann deshalb unterschiedlich komplex schmecken. Wir empfehlen eine „medium“ Röstung für Vollautomaten. Bei einer hellen Röstung kann der Geschmack zu säurebetont sein, bei einer zu dunklen Röstung zu bitter werden. Mehr über das Rösten bei uns erfahrt Ihr im Interview mit unserem Head Röster Ivo.

Tipp 2: Welche Maschine ist die richtige?

Oft ist der Vollautomat an sich ein Grund der Unzufriedenheit. Denn jeder Hersteller hat eine andere Vorstellung von Kaffee oder Cappuccino. Bei der Wahl eines Vollautomaten empfehlen wir darauf zu achten, dass sich Mahlgrad, Temperatur, Extraktionszeit und Kaffeemenge einstellen lassen.

Nur so lässt sich ein wässriger, ein zu bitterer oder ein zu saurer Kaffeegeschmack vermeiden. Die Geräte unterscheiden sich zudem oft stark in der Lautstärke. Wer morgens allergisch auf Lärm reagiert oder seine Nachbarn nicht ärgern will, sollte darauf beim Kauf achten.

Kaffeevollautomaten im Test

Wenn Du Dich für den Kauf eines Vollautomaten interessierst, empfehlen wir Dir genau abzuwägen, ob das Gerät auch das leistet, was Du erwartest. Auch wenn wir eher Fans von Siebträgermaschinen oder von Hand aufgebrühten Kaffees sind, in diesem Beitrag für die TV-Sendung „Die Ratgeber“ hat unsere June dabei geholfen, den Testsieger genau unter die Lupe zu nehmen.

Tipp 3: Welche Temperatur ist die richtige?

Manch ein Kaffeeautomat bietet die Möglichkeit, die Temperatur des Kaffeewassers einzustellen. Grundsätzlich gilt: Bei 93 bis 94 Grad entfalten sich die Aromen im Kaffee optimal. Bei heißerer Zubereitung kann der Kaffee schnell bitter schmecken, bei niedrigerer Temperatur neigt der Kaffee hingegen zu einem saurem Geschmack.

Tipp 4: Wie viel Wasser muss ich verwenden?

Der Mengenregler wird oft maximal aufgedreht, um die Tasse voll zu machen. Das Resultat ist oft eine volle Tasse, aber ein wässriger Geschmack. Um dies zu vermeiden, empfehlen wir auf die genaue Wassermenge zu achten: Am besten sind 35 Milliliter für Espresso oder Cappuccino, 110 Milliliter für Caffè Crema.

Wir empfehlen: Am besten zwei Kaffees nacheinander zuzubereiten, um die Tasse voll zu machen. Damit sorgt man für den besten Geschmack. Eine tolle Alternative zum Caffè Crema ist beispielsweise der Americano. Hierbei zieht man sich einen Espresso und verlängert ihn anschließend mit heißem Wasser bis zur gewünschten Intensität. Für eine ganze Kanne oder größere Mengen an Kaffee empfehlen wir Filterkaffee – der gerade wieder sehr angesagt ist. Eine Auswahl an Filterkaffees findest du hier.

Tipp 5: Welcher Mahlgrad ist der richtige?

Entscheidend für Geschmack und Qualität deines Kaffees ist der Mahlgrad, der sich bei den meisten Vollautomaten mit einem Regler einstellen lässt. Jedes Gerät tickt etwas anders. Grundlegend gilt: Zu grob gemahlen kann der Espresso schnell wässrig werden und einen sauren Geschmack entwickeln (kurze Extraktionszeit). Zu fein gemahlen neigt der Espresso zu einem zu kräftigen, bitteren Geschmack (lange Extraktionszeit).

Die Zeit der Extraktion (Durchlaufzeit) sollte zwischen 18 und 27 Sekunden betragen. Läuft der Kaffee schneller durch, ist er wohl zu grob gemahlen. In diesem Fall ist der Kaffee unterextrahiert, das heißt das Wasser hat zu kurz Kontakt mit dem Kaffee und kann nicht genug Aroma aufnehmen. Im Ergebnis schmeckt der Espresso zu wässrig und oft sauer. Wenn der Kaffee zu lange extrahiert, dann schmeckt er zu kräftig und bitter. Im Fachjargon nennt man das überextrahiert. Das passiert beispielsweise, wenn der Kaffee zu fein gemahlen ist.

Tipp 6: Was ist die richtige Milch für den Vollautomaten?

Grundsätzlich gilt: Je frischer und fetthaltiger, desto besser! Bei der Wahl der passenden Milch empfehlen wir frische Biomilch mit einem Fettanteil von mindestens 3,5 Prozent, die pasteurisiert, aber nicht homogenisiert ist. Zudem sollte die Milch vor der Benutzung gut gekühlt sein, ideal ist eine Temperatur um die fünf Grad – so habt ihr später auch genug Zeit, sie optimal aufzuschäumen.

Pflanzliche Milchalternativen

Bei pflanzlichen Milchalternativen wie beispielsweise Soja-, Hafer- oder Erbsenmilch achtet darauf, dass ihr euch für die „Barista Edition”, entscheidet (natürlich vorausgesetzt, dass es solch eine gibt). Die „Barista Edition” ist oftmals extra konzipiert, um die Proteine besser zu stabilisieren und somit einen länger anhaltenden Schaum zu bilden.

Du hast Probleme bei der Wahl die richtige Milchalternative für dich zu finden? Dann schau mal hier, bei unserem Milchalternativen Test, vorbei. Wenn ihr einen Vollautomat mit Milchaufschäumer habt und euren Kaffee mit Latte Art verzieren wollt, dann empfehlen wir euch unseren Guide hierzu.

Tipp 7: Wie oft muss ich die Maschine reinigen?

Wie jede Küchenmaschine muss auch der Vollautomat regelmäßig gereinigt werden, sodass der Kaffee nicht verunreinigt wird. Eine regelmäßige Reinigung bietet viele Vorteile: eine längere Lebensdauer und ein besserer Geschmack deines Kaffees. Viele Kaffees bieten ein Reinigungsprogramm, die einem bei der täglichen Reinigung viel Arbeit ersparen.

Täglich gereinigt werden sollten der Kaffeesatzbehälter und der Wassertank. Besonders die Teile, die mit Milch in Berührung kommen, sollten sofort nach dem Benutzen gereinigt werden.

written by

Christopher Braemer

Christopher ist gelernter Journalist und arbeitet im Marketing von Röststätte Berlin. Für den Blog schreibt er über Kaffee aus aller Welt, aber auch über Wirtschaft, Politik oder Nachhaltigkeit.

Fotos: Röststätte, Laura Droße
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