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Onthenorway: NORGE
A Constant Change
Dünn besiedelte Gegenden, beeindruckende Landschaften und raues, unbeständiges Wetter.
Die nordische Mentalität - zurückhaltend, doch herzlich zugleich. Schon lange wollten wir Norwegen erkunden, denn wir wussten einfach: wir würden es lieben.
Als eines Tages eine Werbemail für Flüge nach Skandinavien eintraf, mussten wir nicht lange überlegen.
Mitten im Berliner Winter wuchsen Vorfreude und Ungeduld mit jedem Tag.

Anfang Mai 2017 war es endlich Zeit für unseren Roadtrip, unterwegs „onthenorway“. In Bergen nahmen wir unseren MINI Countryman in Empfang, welcher für die kommenden 18 Tage unser Zuhause sein sollte. Wir hatten eine grobe Route auf unsere Papierkarte gemalt und uns mit einer ordentlichen Menge Röststätte Bohnen eingedeckt: Time to hit the road!
Wir reisten langsam, es gab keine geplanten Ankunftszeiten für Orte, keinen exakten Zeitplan, keine to-do-Liste.
Die Großstadthektik war es, die wir völlig hinter uns lassen wollten, die Wochentage komplett vergessen.
Jeden Tag entschieden wir nach dem Aufstehen wohin wir aufbrechen wollten. Wann immer wir unterwegs einen besonders schönen Ort entdeckten, beschlossen wir spontan die Nacht zu bleiben oder doch noch bis zur nächsten Markierung auf unserer Landkarte zu fahren. Einige Straßen waren erwartungsgemäß auch Mitte Mai wegen der Winterkonditionen noch nicht befahrbar, andere waren überraschenderweise bereits komplett schneefrei - der Zufall war unser steter Begleiter.
Nach ein paar Tagen befanden wir uns in einem angenehmen Zustand zwischen Routine, inzwischen gefundenen täglichen Ritualen und der Einfachheit des Lebens „on the road“. Benzin, Essen und Fährzeiten waren die einzigen Dinge, die zu organisieren waren. Die Frage, ob man aufgrund des Wetters besser eine „cabin“ für die Nacht buchen sollte, die einzige wirklich wichtige tägliche Entscheidung. Davon abgesehen waren es einfach nur unser MINI und wir auf - und manchmal auch abseits - Norwegens Straßen.
Unsere noch in Berlin geplante Roadtrip-Playlist entwickelte ihre eigene Idee von „shuffle“ und spielte einige Songs immer und immer wieder… es störte uns nicht. Manchmal sangen und summten wir zu unserem Soundtrack, während links und rechts irre norwegische Landschaften an uns vorbeizogen. In anderen Momenten stellten wir die Musik komplett aus und sprachen kein Wort, unsere Sinne vereinnahmt von den Schönheiten dieses Landes.
Wir wurden im Morgengrauen vom Geschrei der Möwen geweckt, von Schafen oder schlicht vom Tosen eines Wasserfalls. Die erste Frage des Tages war stets dieselbe: Gab es in der Nähe eine nette Bäckerei, um zu unserem Morgenkaffee bereits die ersten Kanelbuller - Zimtschnecken - des Tages zu verspeisen? Wann immer unser Handy jedoch nicht wenigstens ein vielversprechendes „vielleicht“ offerierte, entschieden wir uns für Porridge zum Kaffee, direkt im Dachzelt und mit Blick auf Fjorde, Berge oder Hochebenen.
Wir erlebten kalte Nächte und tosende Stürme, 18 Stunden dauernden, nicht enden wollenden Regen und knietiefen Schnee. Die schon kurze Dunkelheit der Frühsommernächte und unseren ersten Sonnenbrand des Jahres! Und wie erwartet verliebten wir uns Hals über Kopf in Bergpässe und enge Fjordstraßen, die sich kurvenreich an die Berge schmiegen.
In Hochebenen mit freiem Blick bis zum Horizont, in einsame Dörfer, kleine Küsteninseln und den Atlantik mit seinem Temperament. Was vorher eine Vermutung war, ist nun eine Gewissheit: Dies war erst der erste Trip in den hohen Norden, viele mehr werden folgen. Und was vorher schon eine Gewissheit war, fand Bestätigung: Echtes Glück, das sind nächtliche Unterhaltungen am Lagerfeuer, gemeinsame Kaffeepausen am Meer - und frische norwegische Zimtschnecken.
Wir sind Laura & Constantin, welcome „onthenorway“!
Als Fotografen teilen wir eine tiefe visuelle Verbindung zur Welt. Die Realität, die wir auf unseren Reisen sehen und erfahren, möchten wir auch für andere sichtbar machen.
Ihre Schönheiten, aber auch Ihre ungeschliffene Rauheit. Unser Wunsch ist es, Menschen zu inspirieren ihre eigene Realität zu erkunden und dabei selbst eine ganz neue Verbindung zur Welt zu entdecken. Wir glauben, dass Ort und Zeit verbunden sind 
und echtes Erleben nur mit offenen Sinnen und einem freien Geist möglich ist.
Indem wir langsam reisen, können wir die Orte wirklich begreifen. Natur und Landschaften wirklich erfahren, ein Gefühl für Entfernungen und Weite entwickeln, das besondere Klima einer Gegend spüren, ihren Geruch und ihre Stimmung wahrnehmen. Kultur und Traditionen einer Region zu erleben, Einheimische zu treffen und Anteil an ihrem Alltag zu haben: All das ist es, wonach wir suchen, warum wir reisen. Dabei geht es uns niemals um Makellosigkeit, sondern um den Charakter eines jeden Ortes und seiner Menschen. Einen kleinen Teil dessen nehmen wir mit uns und verwandeln es in visuelle Geschichten und Notizen.

Wir lieben die nördlichen Gefilde, weshalb „onthenorway“ hier einen Fokus legt.
Folge dem kleinen Berg und komm mit uns auf unsere „northventures“!

Fotos: Constantin Gerlach und Laura Droße
Autorin: Laura Droße
written by
Onthenorway
In ihrem persönlichen Projekt „onthenorway“ erzählen die beiden Fotografen, Laura Droße und Constantin Gerlach, in visuellen Geschichten und Notizen von ihren Reisen in die nordischen Gefilde.
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